Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Hinweis ausblenden

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 418

Führung, Leadership

Mittwoch, 21 Juli 2021 11:59

Leadership im Homeoffice: Mit diesen KPIs gelingt’s

geschrieben von

Was müssen Arbeitgeber für ein effektives mobiles Arbeiten beachten? Unsere Tipps zum effektiven Managen an verschiedenen Standorten zeigen, was es zu beachten gilt und worauf es ankommt, damit Mitarbeiter effektiv und zufrieden an jedem Ort arbeiten können.

 

Laut einer Erhebung von Statista sprechen sich über siebzig Prozent der Deutschen für einen gesetzlichen Anspruch auf das mobile Arbeiten im Homeoffice aus. Dabei kann das Führen auf Distanz und an verschiedenen Standorten zur echten Herausforderung für Arbeitnehmer und viele Manager werden. Kennzahlen, die im Büro funktioniert haben, lassen sich eben nicht eins zu eins in die heimischen vier Wände überführen. 

Zusätzlich denken immer noch viele Vorgesetzte, ihre Mitarbeiter würden im Homeoffice Däumchen drehen und den ganzen Tag Netflix schauen. Obwohl doch mittlerweile beim letzten Skeptiker angekommen sein sollte, dass die Produktivität im Homeoffice deutlich steigt, wenn Unternehmen die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen. 

Dazu gehört eine Umgebung, die es Unternehmen langfristig ermöglicht Mitarbeiter zu evaluieren und gemeinsam an den Zielvereinbarungen zu arbeiten. Denn nur die Leader, die beim Arbeitserfolg an erbrachte Leistungen denken und eben nicht nur die Präsenz als größten Faktor nehmen, können ihr Team zu Höchstleistungen anspornen. Selbstverantwortung ist nach wie vor der größte Motivator überhaupt, immerhin sind wir alle erwachsen und wollen einen Sinn in unserer Arbeit erleben. 

In diesem Sinne schauen clevere Manager auf die Qualität und Anzahl der erledigten Aufgaben an, um die Leistung einordnen zu können.

Bedeutung der KPIs

Doch wie finden wir das passende Gleichgewicht zwischen angemessenem Feedback und dem Gefühl der permanenten Überwachung? Mit den richtigen Schlüsselkennzahlen lassen sich die berufliche Weiterentwicklung eines Mitarbeiters oder einer Abteilung objektiv und realistisch messen. Hierbei spielen die KPIs, die sogenannten Key Performance Indicators, eine wichtige Rolle, da sie als Referenz dienen, um Prozesse zu bewerten und Verbesserungen zu erkennen.  

Die wichtigsten KPIs im Homeoffice

Klar definierte KPIs haben immer ein bestimmtes Ziel vor Augen. Das Kriterienraster der SMART-Ziele hilft dabei, zwischen effizienten und unproduktiven Zielen zu unterscheiden. Dabei stehen die einzelnen Buchstaben für die Ziele, die spezifisch, messbar, aktiv beeinflussbar, realistisch und terminiert sein müssen, um objektiv überprüfbar zu werden. Somit werden Erwartungen skalierbar und Mitarbeiter wissen, was von ihnen erwartet wird.

Um die Produktivität zu messen eignen sich hierbei die drei Schlüsselindikatoren aus 

  • Selbstdisziplin, 
  • effektiver Kommunikation 
  • und die Lernfähigkeit der Mitarbeiter

Konkret bedeutet das: Können Mitarbeiter selbständig arbeiten, sind erreichbar, Anweisungen befolgen und Deadlines einhalten?

Besonders die OKR-Methode, also Ziele und Schlüsselergebnisse, eignet sich hier hervorragend, um das Arbeitspensum eines jeden Einzelnen zu organisieren. Hier werden im Team  individuelle Ziele gesetzt, die auf Schlüsselergebnisse oder das gesamte Unternehmen ausgerichtet sind. Jeder Mitarbeiter überlegt hier, welchen Beitrag er persönlich zum Unternehmenserfolg leisten wird.  

Internes Feedback

Anschließend wird in vierteljährlichen Feedback-Runden geschaut, ob die Ziele auch erreicht wurden und in welchen Bereichen Verbesserungsbedarf besteht. Eine klare Zielvereinbarung ist daher unerlässlich. Ebenso können automatisierte, zufällige und anonyme Befragungen helfen, Feedback einzuholen und Mitarbeitern das Gefühl zu vermitteln, gehört zu werden. So kann bspw. jeder Mitarbeiter die Arbeit der anderen im Team mit nur zwei Fragen nach den individuellen Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten bewerten.

Leistungs-KPIs

Kennzahlen, die auf die Leistungen der Mitarbeiter fussen, sind wahrscheinlich die zuverlässigste Art, ihren Arbeitserfolg zu messen. Dabei sollten die KPIs zu den Tätigkeiten und Bedürfnissen passen und nicht willkürlich gesetzt werden.

Gewinn pro Mitarbeiter 

Gerade im Sales oder Marketing lässt sich der erwirtschaftete Gewinn pro einzelner Mitarbeiter messen. Sollte hier ein Verbesserungsbedarf ersichtlich werden, empfehlen wir in die Fort- und Weiterbildung oder neue Technologie zu investieren, um Aufgaben zu automatisieren und Prozesse zu optimieren.

Umsatz pro Mitarbeiter 

Hier werden nur die Gesamteinnahmen ohne Ausgaben betrachtet, um die Kosten der Personalentwicklung im Verhältnis zum erwirtschafteten Umsatz besser zu verstehen.

Durchschnittliche Bearbeitungszeit 

Dadurch messen Teams die Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit messen.

Überstunden pro Mitarbeiter

Zu viel oder zu wenig Überstunden sind Anzeichen für ein Produktivitätsproblem oder eine übermäßige Arbeitsbelastung..

Fazit 

Wir sehen also, dass der Hauptfokus immer auf klar definierten Grundlagen, dem Mensch und das Vertrauen in sie in den Vordergrund gestellt werden muss. Das Messen der Kennzahlen ist dabei genau wie im Büro gar kein Hexenwerk. So erklärte Mike Desjardins, Gründer von Cereslogic.com, dass “man schnell feststellen kann, dass es kaum einen Unterschied in der Bewertung eines Mitarbeiters im Homeoffice gegenüber einem Büroangestellten gibt. Leistung wird am besten durch die Ergebnisse und die Frage bestimmt, ob ein Mitarbeiter messbare Benchmarks oder Ziele erreicht hat."

In diesem Sinne fördern KPIs eine klare und effiziente Kommunikation und stellen den Mensch in den Mittelpunkt.

Ein Tritt ins Gesäß einer unterstellten Mitarbeiterin gehört auch dann nicht zur betrieblichen Tätigkeit eines Vorgesetzten, wenn er mit der Absicht der Leistungsförderung geschieht. Diese deutliche Untergrenze schlechter Führung hat bereits 1998 das Landesarbeitsgericht Düsseldorf gezogen (LAG Düsseldorf, Az.: 12 (18) Sa 196/98).

Gleichwohl kennen wir alle sogenannte Führungskräfte, die sich dieses Stils immer noch bedienen – Nicht mehr Tat, wohl aber per verbaler und nonverbaler Kommunikation.

Schlechte Führung wird toleriert

Eine Studie der Hochschule Osnabrück unter 118 Unternehmen mit mindestens 400 Beschäftigten hat gezeigt: Deutsche Unternehmen haben eher selten eine Führungskultur. Der Grund hierfür liegt im geringen Stellenwert der Personalführung im Vergleich zu „harten“ betriebswirtschaftlichen Kriterien, wie dem operativen Ergebnis. Die Kernaussage der Ergebnisse der Studie sollte sehr nachdenklich stimmen: Zwar ist in 85 Prozent der befragten Unternehmen das Führungsverhalten expliziter Bestandteil von Personalbeurteilungen, doch die Toleranz gegenüber schlechtem Führungsverhalten ist sehr hoch. In mehr als zwei Dritteln der Unternehmen wird schlechte Führung toleriert, sofern und solange das operative Ergebnis stimmt. In lediglich vier Prozent der befragten Unternehmen existiert wenig Toleranz gegenüber schlechter Führung bei passendem finanziellem Ergebnis.

Schlechte Führung kaum ein Kündigungsgrund

Schlechte Führung ist auch nur zu 18 Prozent ein Trennungsgrund von Führungskräften. Schlechte Zahlen hingegen führen in 42 Prozent der Fälle zum Rausschmiss. Erfreuliche 95 Prozent der Befragten treffen Zielvereinbarungen mit ihren Führungskräften. Differenziert man diese jedoch nach einzelnen Komponenten, zeigt sich erneut die Ergebnisdominanz. Diese hat in mehr als 90 Prozent einen „sehr hohen“ oder „bedeutenden“ Stellenwert. Der Vergleichswert beim Führungsverhalten liegt bei nur 45 Prozent. Ein noch geringerer Stellenwert mit 17 Prozent findet sich bei der Fluktuationsrate.

Wieder einmal stinkt es vom Kopfe her

Bleibt die Hoffnung, dass sich das Bild wenigstens sukzessive bei der Einstellung neuer Führungskräfte ändert? Eher weniger, schaut man auf die Studienergebnisse. Zwar hat Führung einen Stellenwert im Rahmen der Personalauswahl und verfügen auch 92 Prozent der Unternehmen über einen von der Personalabteilung gesteuerten standardisierten Einstellungsprozess, der auch bei der Mehrzahl der Einstellungen von Führungskräften zum Einsatz kommt. Wesentlich ist aber die Erkenntnis, dass je höher die Führungskraft in der Hierarchie angesiedelt ist, desto weniger werden die Personalabteilung und ihr Prozess eingebunden. Es bleibt also beim Volksmund: Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

Zusammenfassend lässt sich sagen,

  1. dass schlechtes Führungsverhalten in der Regel nicht sanktioniert wird, sofern und solange das operative Ergebnis stimmt und
  2. dass gutes Führungsverhalten nicht belohnt wird. Das zeigt sich daran, dass Führung als Komponente von Zielvereinbarungen eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Schlechte Führung ist toxisch und damit sehr teuer!

Ändern wir nun den Fokus der Betrachtung und unterstellen, dass gute Führung durchaus eine positive Auswirkung auf das operative Ergebnis hat. Stichworte sind hier geringere Kosten durch sinkende Fluktuation bzw. steigende Mitarbeitereffizienz infolge höherer Motivation. Schaut man sich immer wieder die Ergebnisse des Gallup Engagement Index an, sind im Durchschnitt 70 Prozent der Beschäftigten emotional gering gebunden und machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Dieser Zustand der inneren Kündigung führt – so Gallup – zu volkswirtschaftlichen Kosten von bis zu 105 Milliarden Euro pro Jahr. Dieser Betrag verteilt sich anteilsmäßig auf all die Unternehmen, die schlechte Führung zulassen und damit den Zustand der inneren Kündigung herbeiführen.

Kosten der Neubesetzung? Bis zu 1,5 Jahresgehälter!

Betrachten wir zudem die Fluktuationskosten, jene Personalnebenkosten, die durch den ungeplanten Austritt eines Mitarbeiters verursacht werden. Kosten für Inserate bzw. Headhunting, anteilige Kosten der Personalabteilung und etwaige Kosten für Einstellungsdiagnostik sowie die Opportunitätskosten des Anlernens und die Verluste durch nichtbesetzte Arbeitsplätze. Monetär schwierig zu beurteilen ist der Kompetenzverlust und der kulturelle Kollateralschaden, denn es sind in der Regel die Guten, die kündigen. Wissend, dass die Kosten der Neubesetzung einer Stelle schnell bis zu 1,5 Jahresgehälter betragen können, erstaunt die geringe Bedeutung der Fluktuationsrate in Zielvereinbarungen von nur 17 Prozent sehr. Zumal doch hinlänglich bekannt ist, dass Mitarbeiter i.d.R. nicht das Unternehmen sondern ihren Chef verlassen.

Schaut man sich nun wirklich erfolgreiche Unternehmen an und fragt nach den Gründen des Erfolgs, wird man schnell bemerken: Führung macht den Unterschied!

In meiner täglichen Beratungspraxis erlebe ich eine Vielzahl von „interessanten“ Typen von Führungskräften. Einigen – weil häufig auftretend – widme ich einen eigenen Text, wie zuletzt dem Typ Äffchen.

Wie schaut es bei Ihnen im Unternehmen aus?

Ich hoffe anders und grüße herzlich

Frank Weber (weber.advisory)

 

Webinar (Zoom):  Führung verstehen und agil wirksam anwenden.
 
Termine - jeweils:

Bonn – Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte, um Meetings online effizient zu moderieren? Wie bringen sie ihre Teilnehmer dazu, sich in ungewohnter Umgebung zu engagieren und erfolgreich zusammenzuarbeiten? Die Antworten liefert Eugenia Schmitt in ihrem Praxisleitfaden „Virtuelle Meetings leiten“ aus dem Bonner Fachverlag managerSeminare.

Virtuelle Meetings stellen inzwischen einen zentralen Treiber der meisten Unternehmen dar, ohne den Zusammenarbeit nicht möglich ist. Doch sie funktionieren anders als herkömmliche Meetings – und dabei ist besonders die Führung gefragt, mit umfassenderer Kompetenz als vorher: in Moderation, Multitasking, Mindset. Es sind die vielen „Kleinigkeiten“, für die sie gerüstet sein sollte: Die flüchtige Aufmerksamkeitsspanne ihrer Teilnehmenden. Das Zeitmanagement. Das Herbeiführen von Verbindlichkeit in den Entscheidungen. Und natürlich das Handling der Technik: Dokumente, die irrtümlich für alle Teilnehmende freigeschaltet werden. Die fehlende Erreichbarkeit des IT-Ansprechpartners. Zoom-Bombing. „Virtuelle Meetings leiten“ vermittelt für viele der typischen Herausforderungen das erforderliche Know-how und Tipps.

Aus den Inhalten: Zunächst werden die Besonderheiten virtueller Meetings skizziert und bewährte technische Hilfsmittel beschrieben. Dazu gehören die Auswahl der Plattform, des Settings und der Applikationen. Beispielsweise ist es in bestimmten Situationen sinnvoll, zusätzliche Apps einzusetzen, die die Zusammenarbeit außerhalb des virtuellen Meeting-Raumes erlauben, sowohl synchron als asynchron. Dazu erhalten LeserInnen eine Übersicht über die Spezifika von Abstimmungs-Apps, Apps für Live-Umfragen, Visualisierungen oder Mind Maps. Neben der technischen Seite braucht die Führung Moderationskompetenzen und ein von Neugier auf die digitalen Möglichkeiten geprägtes Mindset. Dazu beschreibt die Autorin, welche Fragen sich die Moderation zu Beginn des Meetings beantworten muss, wie sie/er die Kommunikation gestaltet und ihre/seine TeilnehmerInnen motiviert. Beispielsweise empfiehlt es sich, ein Meeting in Segmente einzuteilen, Redebeiträge zu begrenzen, „Parkplätze für Ideen“ einzurichten und To-dos vorzusehen oder eine Co-Moderation für den Chat einzusetzen. In den folgenden Kapiteln lernen LeserInnen die Schritte zur Vorbereitung der Agenda eines virtuellen Meetings sowie die Durchführung und Nachbereitung virtueller Treffen kennen. Zu einem intensiven Verständnis über spezifische Moderationstechniken und zu typischen Gruppenphänomenen gelangen die LeserInnen im weiteren Verlauf. Dort erfahren sie, wie beliebte Methoden wie Brainstorming und Mind-Mapping in einem virtuellen Kontext angewendet werden, wie Entscheidungen und Abstimmungen gelingen und wie sie mit spezifischen Gruppenprozessen im virtuellen Miteinander umgehen.

Als ein zusätzlicher Service zum Buch stehen passende digital abruf- und sofort einsetzbare Arbeitshilfen zur Verfügung.

 

Nähere Informationen zu diesem Buch und eine Leseprobe: https://www.managerseminare.de/tb/tb-12059

 

Eugenia Schmitt: Virtuelle Meetings leiten. Effiziente Gestaltung und Durchführung von virtuellen Meetings. Wie die professionelle virtuelle Zusammenarbeit der Teilnehmer gelingt. managerSeminare, Bonn 2020, 264 S. + Online-Arbeitshilfen, kt., ISBN 978-3-95891-074-4, 49,90 Euro

Die managerSeminare Verlags GmbH ist ein auf die Qualifizierung von Mitarbeitern, Führungskräften und Weiterbildnern spezialisierter Fachverlag. Zu den Sparten des Verlages gehören zwei Buchprogramme: Ersteres das auf Trainer, Berater und Coachs ausgelegte Buchprogramm der „Edition Training aktuell“ und zweitens die „Edition Leadership kompakt“ mit komprimiertem Praxiswissen für Führungskräfte. Dazu die Fachzeitschriften „Training aktuell“ mit handlungsrelevantem Wissen für professionell agierende Weiterbildner und das derzeit auflagenstärkste Weiterbildungsmagazin „managerSeminare“. Darüber hinaus ist die managerSeminare Verlags GmbH Betreiber der Datenbank seminarmarkt.de und Veranstalter des Branchenkongresses „Petersberger Trainertage“, der einmal jährlich im Steigenberger Grandhotel Petersberg stattfindet.

 

managerSeminare Verlags GmbH
Pressestelle / Michael Busch
Endenicher Straße 41
D-53115 Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 9 77 91-0
Fax: +49 (0)228 / 61 61 64
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

https://www.managerseminare.de - Das Weiterbildungsportal
https://www.seminarmarkt.de - Der Weiterbildungsmarktplatz

Unser Unternehmen arbeitet klimaneutral:

Mittwoch, 30 September 2020 15:45

Hilfe, mein Chef ist jünger als ich...

Dann bist Du seit Jahren im Job und nun bekommst Du eine neue Chefin oder einen neuen Chef. So weit alles OK. Doch zwischen Euch liegen 20 Jahre und Du bist die oder der Ältere… Was das bedeutet und wie man damit umgeht hört Ihr in dieser Folge.

UND… wer hat eigentlich das größere Problem? Die junge Führungskraft oder der ältere Kollege?  Philipp und ich diskutieren darüber und finden Antworten! Hören wir uns?

Mittwoch, 23 September 2020 08:45

Charisma!

Charisma zu haben, wer hätte das eigentlich nicht gerne? Manche sagen, man hat es oder eben nicht. Wir sagen, man kann es lernen! Wie? Einfach mal reinhören.

Samstagslektüre – draußen schlechtes Wetter und daher die Lektüre zweier aktueller Umfragen. Die Ergebnisse zeigen ein trauriges Bild der Rahmenbedingungen für die Führungsarbeit in Deutschland.

Eine Umfrage des „Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung (RMI)“ unter Führungskräften verdeutlicht, dass…

  • man wohl nur bei der Hälfte aller deutschen Führungskräfte davon ausgehen kann, dass sie ihrer Verantwortung unbeschwert nachkommen,
  • 30 % der Befragten eine hohe Führungsbelastung angaben,
  • 20% glauben, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden und
  • 25% finden, dass der eigene Beitrag zum Ergebnis der Gruppe höher sei, wenn sie von jemand anderem geführt würde.

Sicht der Mitarbeiter auf ihre Chefs

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bei der im vergangenen Dezember über 1000 Angestellte im Alter von 21-67 Jahren befragt wurden, zeigt den Blick der Mitarbeiter auf ihre Führungskräfte:

  • 45 % der Mitarbeitenden empfinden, dass sich ihre Chefs zu sehr operativ einmischen.
  • 32 % empfinden ihre Führungskräfte oft gestresst und überfordert.
  • 27 % der Mitarbeiter sind der Meinung, dass ihnen wichtige Informationen von ihren Führungskräften vorenthalten werden.
  • 22 % ärgern sich über plötzlich wechselnde Prioritäten.
  • 45 % der Mitarbeitenden empfinden, dass ihre Chefs an zu vielen Themen gleichzeitig arbeiten.

Diese Umfrage zeigt auch, dass Führungskräfte durchschnittlich nur 20 % ihrer Zeit in die reine Führungsarbeit investieren, also sich mit ihren Mitarbeitern beschäftigen. Das ist deutlich zu wenig und liegt aber wohl nach unseren Erkenntnissen nicht ausschließlich daran, dass die Führungskräfte dieses nicht wollen. Was aber kann man tun, um zu besserer Führung in Deutschland zu kommen?

Coaching ist sinnvoll, hilft aber nur begrenzt

Sicherlich ist es sinnvoll, an den Kompetenzen und der Persönlichkeit von Führungskräften zu arbeiten. Hier ist Coaching nach wie vor ein sehr probates Mittel. Doch die oftmals in den Unternehmen vorherrschenden schlechten Rahmenbedingungen für Führung lassen sich auch hiermit nicht beseitigen.

Es sind die Rahmenbedingungen…

…die gute Führung verhindern.  Zu viel Expertentätigkeiten und Managementaufgaben lassen für die eigentliche Führung von Mitarbeitern zu wenig Zeit. Weiterhin stören zu viel Bürokratie und wenig bekannte oder unklare Ziele bei der guten Führung im Unternehmen. Nach unseren Erfahrungen klagen Führungskräfte zudem sehr häufig darüber, dass hinsichtlich der Unternehmensstrategie Unklarheit herrscht.

Die Situation wird zudem erschwert, dass oftmals die falschen Personen Führungsverantwortung zugeteilt bekommen. Immer noch und viel zu häufig wird der beste Sachbearbeiter, die beste Sachbearbeiterin an die Spitze der Gruppe befördert. Einen alternativen Karriereweg gibt es oftmals nicht. Experten- oder Projektkarrieren existieren nicht. So darf es nicht wundern, dass sich vor allem die Führungskräfte, die eigentlich nur Karriere machen wollten, zunehmend fragen, ob sie den Führungsjob überhaupt wollen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anforderungen der Mitarbeiter an ihre Chefs immer weiter steigen – zum Teil ins maßlos Unerfüllbare.

Was also ist zu tun?

Will man die Situation für Führungskräfte verbessern, so sind dringend die Rahmenbedingungen für Führungsarbeit neu zu gestalten:

  • Bürokratisierungsabbau und Entschlackung der Organisation
  • Klares Verständnis von Rollen und Aufgaben von Führungskräften – Führung macht man nicht nebenbei.
  • Strukturierte Strategieprozesse sowie stringente und transparente Kommunikation der Strategie an Führungskräfte. Besser noch, die Einbindung zumindest der oberen Führungsebenen bei der Strategieentwicklung.
  • Enthierarchisierung der Unternehmen und delegieren von Verantwortung dorthin, wo sie für eine erfolgreiche Arbeit gebraucht wird.
  • Arbeit an einer Kultur, die Vertrauen fördert und das Lernen aus Rückschlägen und Fehlern erlaubt.

Gerade der letzte Punkt ist mit Blick auf die Führungskräfte sehr hilfreich, die für sich erkannt haben, dass sie in der Linie eigentlich besser aufgehoben sind. Schade, wenn dieser für alle befreiende Schritt nicht erfolgt, weil er mit dem Malus des Versagens verbunden ist.

Schönes Wochenende und viel Erfolg

Frank Weber (weber.advisory  & Hochschule Fresenius)

Mittwoch, 04 September 2019 09:19

Das Standardwerk für eine erfolgreiche Vertriebsführung

geschrieben von

Alles, was Vertriebsleiter heute wissen müssen

Limbeck Vertriebsführung

Die Digitalisierung hat den Vertrieb revolutioniert. Wer seine Produkte und Dienstleistungen verkaufen möchte, muss sich heute mehr einfallen lassen als noch vor zehn Jahren. Vertriebler haben es mit einem neuen Kundentyp zu tun, der durch das Internet bestens informiert ist und genau weiß, was er will. Mehr noch: Er will mitgestalten. Lösungen von der Stange funktionieren nicht mehr.

Das wirkt sich auch auf die Vertriebsführung aus. Vertriebe stehen vor der Herausforderung, sich vollkommen neu aufzustellen. Das verlangt von Vertriebsleitern und Führungskräften nicht nur geballtes Wissen über die aktuellen Entwicklungen des Marktes und der Kundschaft, sondern auch die klare Fokussierung auf die Führungsarbeit. Denn nur wer die Bedingungen schafft, damit die Mitarbeiter jeden einzelnen Tag ihre besten Leistungen bringen können, macht seinen Vertrieb fit für die digitale Zukunft.

Martin Limbeck, einer der renommiertesten und reichweitenstärksten Verkaufsexperten, gibt Führungskräften mit seinem neuen Buch das umfassende Know-how und praktische Handwerkszeug an die Hand, das sie brauchen, um ihren Vertrieb fit für die Zukunft zu machen. Er wirft zunächst einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und zeigt, wie die Digitalisierung und New Work die Vertriebsarbeit verändern, bevor er gewohnt praxisnah und mit klaren Worten alle wesentlichen Bereiche der Vertriebsführung thematisiert: von der Selbstführung über die wichtigsten Führungsstile, das Recruiting und Onboarding neuer Mitarbeiter, das Teaming, die Zieldefinition und -kommunikation bis hin zur Mitarbeitermotivation und -förderung sowie zu den Themen Mitarbeiter- und Konfliktgespräche.

Der neue LIMBECK ist DAS umfassende und topaktuelle Kompendium für alle Vertriebsleiter und Führungskräfte, die am Puls der Zeit arbeiten und ihren Vertrieb und damit ihr Unternehmen zukunftsfähig machen wollen. Zusammen mit seinem Manager-Magazin Bestseller „Limbeck. Verkaufen.“ haben Sie damit alles, was Sie heute brauchen, um Ihren Vertrieb optimal aufzustellen und im digitalen Zeitalter erfolgreich zu verkaufen.

Martin Limbeck
Limbeck. Vertriebsführung.
Das Standardwerk für Sales Management
448 Seiten
ISBN 978-3-86936-931-0
GABAL Verlag, Offenbach

Subskriptionspreis bis zum 30.09.2019
€ 32,00 (D) | € 32,90 (A)
Ab 01.10.2019
€ 39,00 (D) / € 40,10 (A)

Hier geht’s zur Leseprobe!

Martin Limbeck ist eine Ausnahmepersönlichkeit: Der Unternehmer ist nicht nur einer der erfolgreichsten Verkaufsexperten Europas, sondern auch Autor zahlreicher Bestseller sowie Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der LIMBECK® GROUP. Mit seinen Spezialisten unterstützt er mittelständische Unternehmen und Konzerne dabei, ihre B2B-Vertriebsperformance zu steigern und maximale Sales Results zu erzielen. In seinen Vorträgen, Seminaren, Coachings und mit seiner ausgezeichneten Online-Academy für Blended Learning motiviert er jeden Einzelnen, seine PS auf die Straße zu bringen.

Montag, 22 Juli 2019 12:10

Die neue Führung heißt Selbstführung

geschrieben von

Klein Kein Mensch braucht Führung

Unsere Arbeitswelt befindet sich inmitten eines andauernden strukturellen Wandels. Veränderung ist der neue Status quo. Unternehmen sind herausgefordert, in immer schnelleren Zyklen althergebrachte organisationale Strukturen, Prozesse, Prinzipien und Glaubenssätze zu hinterfragen und durch neue Lösungen zu ersetzen. Agil sein, adaptiv und verantwortlich handeln sind heute gefragt – wenn Unternehmen im Wettbewerb bestehen wollen, müssen nicht zuletzt die immer noch stark verbreiteten Führungsprinzipien des Industriezeitalters abgelöst werden.

Denn der neuen Realität der Transformation sind die alten streng hierarchischen Führungsmodelle nicht gewachsen. Eine straffe Organisation, konsequente Arbeitsteilung und ein Fokus auf Effizienz bringen Unternehmen ihren Kunden nicht mehr näher. Und es gelingt auf Basis von Methoden wie Delegation, Mitarbeitergespräche und klassischen Meetings nur noch unzureichend, Menschen durch eine hohe Komplexität zu navigieren oder als attraktives Unternehmen wahrgenommen zu werden.

In ihrem Buch zeigt die Autorin Susanne Klein auf, dass die alte Führungsmaxime anweisen und kontrollieren, längst ausgedient hat. Um in neuen oder sich ständig neu organisierenden Märkten zu bestehen, braucht es einen Paradigmenwechsel: Experten, die sich selbst führen, und Teams, die flexibel und in immer neuer Konstellation an Aufgaben arbeiten. Experten verantworten selbst ihre Ergebnisse und sie suchen sich ihre Aufgaben: Wo kann ich einen Beitrag leisten? Was kann ich mit voranbringen? Wie kann ich meine Zeit effektiv einsetzen? Eigeninitiative und Verantwortlichkeit sind das Gebot der Stunde. Dazu brauchen wir neue Ideen und Ansätze und vor allem experimentierfreudige Unternehmensleitungen, die nicht zuletzt ihren eigenen Status hinterfragen. Und dafür brauchen wir Unternehmenscoachs, die dafür sorgen, dass sich der Einzelne gut entwickelt und das Team optimal zusammenarbeiten kann.

Die neue Führung heißt Selbstführung. Wie das gelingen kann, erläutert Susanne Klein in Überlegungen und 20 Alternativen – von lebendigen Zielen und Sinnfindung über Leitsätze und maximale Transparenz bis hin zu fluiden Communitys, Minimalismus und Attraktivität.

Susanne Klein
Kein Mensch braucht Führung
Mehr Erfolg durch Selbstverantwortung
256 Seiten
ISBN 978-3-86936-903-7
€ 29,90 (D) | € 30,80 (A)
GABAL Verlag, Offenbach

Eine Leseprobe des Titels finden Sie hier!
Ein Buch – 5 Fragen: der Podcast mit Autorin Susanne Klein

Seite 1 von 6

Newsletter