Work-Life-Blending: E-Mail-Check statt Sonntagsbrunch?

Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben verschmelzen immer mehr - die einstige Nine-to-Five-Mentalität vor Ort im Unternehmen scheint überholt zu sein. Sind doch mithilfe von Smartphones, Tablets, Pcs und Co. die Arbeitsaufgaben überall und jederzeit umsetzbar. Fluch oder Segen für Angestellte?

 

Der neue Ansatz des Work-Life-Blending wird zunehmend Trend. So geht auch eine aktuelel Studie von Samsung Electronics davon aus, dass sich die Ansprüche von Angestellten an die moderne Arbeitswelt immer mehr verschieben. Hat das bisherige Konzept der Work-Life-Balance schon wieder ausgedient? Insbesondere die Generation Y bevorzugt die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben statt klarer Abgrenzung. Gewünscht ist ein Modell, bei dem sich die Arbeit an den Bedürfnissen des Einzelnen ausrichten lässt, damit diese in das Alltagsleben integriert werden kann.

 

Weitere Ergebnisse der Studie belegen, dass 75 Prozent der befragten Personen private Aufgaben während der Arbeitszeit erledigen, während genauso viele bei Bedarf ebenso in ihrer Freizeit, also nach Feierabend oder am Wochenende, weiterarbeiten. Viele Angestellte greifen daher auf mobile Endgeräte zurück, um berufliche und private Aufgaben schneller und bequemer auszuführen, da sie unabhängig von Zeit und Ort agieren können. Waren früher Arbeits- und Anwesenheitszeiten in Unternehmen von Bedeutung, wird heute mehr auf Leistung und Ergebnisse gesetzt.

 

Vom Wert des Mitarbeiters

Was jedoch, wenn der Mensch irgendwann nicht mehr zwischen Arbeit und Freizeit unterscheiden kann? Aufwendige Projekte im Job, die ständige Verfügbarkeit an Feiertagen und am Wochenende sowie die kontinuierliche Präsenz der Arbeitsaufgaben könnten das komplette Leben belasten. Das Resultat: Die Arbeit zieht sich durch den gesamten Alltag und führt neben einem gestörten Privatlebenzu geringerer Motivation und erhöhten Ausfallraten. Da nach wie vor Mitarbeiter das wertvollste Kapital darstellen, sollten Unternehmen frühzeitig Maßnahmen ergreifen, ihre Angestellten vor möglichen gesundheitlichen Konsequenzen zu schützen. Das dient nicht nur dem Wohle des Mitarbeiters, sondern auch dem des Unternehmens.

 

Sicherheitsrisiken durch Hired Hacker

Die Studie von Samsung Electronics verweist zudem auf Gefahren durch sogenannte "Hired Hacker". Diese technikaffinen Mitarbeiter versuchen, mithilfe moderner Technologie ihre Arbeitsaufgaben zu erfüllen und nehmen dabei wenig Rücksicht auf mögliche Sicherheitsbestimmungen. Mehr als die Hälfte von ihnen weiß nicht einmal, ob es in ihrem Unternehmen überhaupt Sicherheitsbestimmungen im Hinblick auf die Nutzung privater mobiler Geräte gibt bzw. wissen zwar, dass es solche gibt, kennen aber ihre Inhalte nicht. Daher wird es künftig immer wichtiger, Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen über die sichere Nutzung von Unternehmensdaten zu schulen - vor allem hinsichtlich der neuen EU-Datenschutzverordnung. Halten sich Betriebe nicht an dieses Gesetz und sorgen nicht für eine sichere Datenverarbeitung, kann es zu erheblichen finanziellen Strafen kommen. Aus diesem Grund sollte auch hier eine klare Grenze zwischen arbeitsbezogenen und privaaten Daten gezogen werden.

 

Wie Unternehmen und Anwender für mehr Sicherheit auf mobilen Endgeräten sorgen können, erfahren Sie in unserer Checkliste auf dem neuen Themenportal Workforce Wiki:

http://bit.ly/1sjiKKD

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