Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Hinweis ausblenden
Mittwoch, 12 September 2018 08:44

Durch Podcasts neue Kunden erreichen - Interview mit Dirk Braun vom "Gute Chefs" Podcast

geschrieben von

Dirk Braun hat vielfältige Rollen in seinem Leben.

Unter anderem begleitet er Führungskräfte dabei, "Gute Chefs" zu werden, was auch zugleich der Titel seines Podcast ist.

Wir haben Dirk Braun in einem kurzen Interview einige Fragen zum Thema Podcast gestellt um herauszufinden, warum er Podcaster ist und ob sich Podcasts für sein Unternehmen lohnen. 


HRnetworx: Lieber Herr Braun, schon einmal jetzt ein grosses Dankeschön für dieses Interview. 

Podcasts werden immer mehr zum Bestandteil des Employer Brandings, Online Marketing Strategie und helfen den Unternehmen definitiv bei der Kunden Akquise.
Warum ist da so?

Dirk Braun: Zunächst einmal tue ich mich ziemlich schwer, damit online Marketing-Strategien und Podcast in den gleichen Topf zu werfen. Ich glaube, da gibt es einen ganz gewaltigen Unterschied. Wenn Sie heute Facebook, Instagram, YouTube und viele anderen online-Kanäle anschauen, dann sind die teilweise inzwischen mit Werbung überflutet. Meistens gibt es ein nettes Bild, einen kurzen Trailer und eine kernige Schlagzeile als Teaser. Wenn man dann draufklickt, weil man sich inhaltlich für das Thema interessiert, dann landet man in einem Labyrinth von Werbeversprechen und Leistungsankündigungen und nach ein paar Sekunden ärgert man sich darüber, dass man den link überhaupt angeklickt hat. Ähnlich läuft das inzwischen mit vielen Webinaren oder sog. Webkonferenzen. Da gibt es richtig gute und andere, die an den Verkauf von Kamelhaardecken und HaraHara-Fleckenweasser erinnern.

Bei Podcasts ist das etwas anderes. Podcasts funktionieren nur dann, wenn sie nicht nur aus einer oder ein paar wenigen Folgen bestehen, sondern laufend weitergeführt werden. Jede Folge muss also so interessant gestaltet sein, dass der interessierte Zuhörer beim nächsten mal wieder dabei ist. Und das macht den wesentlichen Unterschied aus. Podcaster sein, heißt wirklichen content liefern, echte interessante Inhalte, spannende Interviews oder Gespräche und die in einer präsentablen Form, gut gesprochen und auf keinen Fall, zu lange. Kein Mensch schaut oder hört sich eine Werbung freiwillig zweimal an. Besteht also ein Podcast aus Werbung statt aus Inhalten, wird er schlicht nicht mehr gehört.


HRnetworx: Als Sie mit dem Podcast gestartet sind, was waren da Ihre Ängste und Ungewissheiten und wie haben Sie diese überwunden?
Dirk Braun: Ängste nicht, aber Unsicherheiten jede Menge. Wie gestaltetet Du den Podcast so, dass Menschen ihn hören wollen? Welche Themen sprichst Du an, welche läßt Du vielleicht auch weg. Wie oft muß ich eine neue Folge bringen. Am Ende recherchierst Du natürlich viel und vor allem Du schaust Dir die Art und Weise der Podcaster an, die Du selber gerne hörst. Wenn man die Grundregeln drauf hat, dann geht es vor allem um die Themenauswahl. Und die war am Ende für mich sehr einfach, denn ich habe mir immer wieder die Themen rausgesucht, die ich in der Begleitung von Führungskräften auch erlebe. Ich bin ja nicht hauptberuflich Podcaster. Ich begleite Menschen in ihrer Führungsaufgabe und unterstütze sie dabei, mit Führungsherausforderungen souverän umzugehen. Und um genau diese Themen geht es in meinen Sendungen.


HRnetworx: Es scheint, für viele Personen die Interesse daran haben, einen Podcast zu starten extrem viel Arbeitsaufwand und Komplexität. Wie sehen Sie das jetzt und wie waren Ihre Erfahrungen als Sie mit dem Kanal gestartet sind?

Dirk Braun: Viele erschrecken vor den technischen Anforderungen. Aber das ist nun echt kein Hexenwerk. Eine gute Sendung zu produzieren, wenn der Inhalt steht, dauert eine gute Stunde. Die Schwierigkeit liegt aber nicht in den technischen Anforderungen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Nachricht an jemanden.
Variante 1: Sie schreiben sie auf und es entsteht eine Seite Text.
Variante 2: Sie sprechen Sie frei, als stünde Ihnen die Person gegenüber und schreiben anschliessend den gesprochenen Text ab - Länge auch eine Seite.
Wenn Sie jetzt die Texte miteinander vergleichen, werden Sie schnell merken, dass die sich ganz grundlegend unterscheiden. Wenn wir einen Brief schreiben, dann würden wir nie die gleichen Worte, Satzkonstellationen oder Satzlängen wählen, als wenn wir den Inhalt erzählen. Gesprochener Text sieht aufgeschrieben völlig anders aus und wenn man einen Podcast produziert, dann muß man lernen, so zu schreiben, wie man spricht. Ich habe einige Jahre als Moderator beim Rundfunk gearbeitet. das trainiert, aber ich halte es immer noch für die größere Herausforderung, als die Technik.


HRnetworx: Neben den wichtigen Inhalten der Podcasts, was ist Ihrer Meinung nach wichtig um mit dem Podcast auch die gewünschten Resultate zu erzielen?
Dirk Braun: Für mich sind es 1. die Inhalte, 2. die Inhalte und 3. die Inhalte. Ich habe nichts an Werbung gemacht für meinen Podcast „GUTE CHEFS“, ausser dass ich auf Facebook gepostet habe, dass eine neue Folge online ist. Und ich habe das auch nur 1x gepostet und nicht 10x am tag. Natürlich muß man seinen Podcast auch bei iTunes anmelden. Ist wahrscheinlich immer noch die 1. Adresse, wenn man auf der Suche nach bestimmten Podcasts ist. Aber alles andere ist automatisch gekommen. Der Podcast ist inzwischen auf mehr als 15 Plattformen und Sendern gelistet. Das ist automatisch passiert, ohne dass ich etwas dazu getan hätte. Meine Freunde und Bekannte, die den Podcast hören sagen mir oft: „Du musst mal Werbung machen in deinen Sendungen!“ Aber Genaus das mache ich so gut wie nie. Vielleicht ist das der Grund für die Verbreitung und die hohen streaming und download-Zahlen.


HRnetworx: Wie ist der Zwischenstand? Lohnen sich Podcasts für Ihr Geschäft bzw. Unternehmen?
Dirk Braun: Es gibt sicher einige Podcaster, die verdienen mit Werbung während der Sendung Geld. Da ich keine Werbeunterbrechnungen habe, fällt das bei mir aus. Aber ich gewinnen natürlich Kunden über den Podcast. Viele meiner Klienten, die mich kontaktieren, haben mich über den Podcast kennengelernt und sich schließlich meine Kontaktdaten herausgesucht. Insofern lohnt sich das in jedem Fall.


HRnetworx:  Nachdem Sie ja schon einiges an Erfahrung gesammelt haben, was wären 3x wichtige Tipps die Sie Neupodcastern mit auf den Weg geben können?


Dirk Braun: 

1. Inhalt - Inhalt - Inhalt. Ich bleibe dabei. Das ist die wichtigste Regel. Ich höre auch selber gerne Podcast zu ganz unterschiedlichen Themen und Podcasts sind für mich immer noch eines der wenigen Medien, die von Werbung weitestgehend verschont sind.
2. Wenn Du keine Stumme für ein Audio-Medium hast, dann lass die Sendungen sprechen. Eine Podcast lebt auch ein wenig von der Stimme. Ist sie gut zu verstehen, Klar, sympathisch und angenehm. Es gibt leider Menschen, die haben keine gute Podcast-Stimme. Dann bleibt aber immer noch die Option sprechen zu lassen.
3. Dranbleiben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es eine echte Anforderung ist, jede Woche oder gerade in der Anfangszeit 2 Sendungen pro Woche zu produzieren. Das erfordert eine Menge Disziplin, denn man darf keine Ausreden geben sich selber gelten lassen.

Kurzum: Ein spannendes Thema gut versprachlicht und jede Woche von einer angenehmen Stimme gesprochen ist ein tolles Angebot, dass auch seine Hörer finden wird.


Dirk Braun konnte uns in diesem Interview wirklich viele wertvolle Tipps an die Hand geben, die auch Ihnen liebe Leser/innen dabei helfen können und werden, Ihren eigenen Podcast erfolgreich an den Start zu bringen. 

Haben Sie fragen zum Thema Podcast, dann schreiben Sie mir gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Gesprächstermin. 

Der "Gute Chefs" Podcast

 

Gelesen 2121 mal

Newsletter